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Gastblog Puur - Hormone

Mittwoch, 13 März 2019

Stuten – die einen sind ausgeglichen und die Ruhe selbst, andere sind launisch und zickig. Doch vor allem während der Rosse kann das Gemüt vieler Stuten umschlagen und sind diese plötzlich nicht mehr wiederzuerkennen. Viele Besitzer klagen dann auch über eine besondere Schmerzempfindlichkeit ihrer Stute, während dem Putzen am Bauch oder dem Nachgurten. Geduldig habe ich mir die Geschichten meiner Stallkollegen angehört, welche mit ihrer rossigen Stute zu „kämpfen“ hatten, doch so ganz konnte ich es nie nachvollziehen, da ich bisher nur Wallache besessen hatte. Bis ich mein heutiges Pferd, eine Stute, bekam. Plötzlich jagte sie unser kleines Appaloosapony über die Weide, als wäre sie Cruella De Vil und er ein kleiner Dalmatinerwelpe, der ihr nächster Pelzmantel werden sollte. Menschen, die den Disney-Klassiker „101 Dalmatiner“ kennen, wissen wovon ich rede. Glücklicherweise ist unser Pony jünger und somit wendiger als meine Stute und weiß er mittlerweile, wie er ihren Launen ausweichen muss. Dennoch habe ich mir Gedanken darüber gemacht, wie ich meine Stute in ihrer Rosse unterstützen kann.

Rosse

Bei den meisten Stuten pausiert die Rosse in den Wintermonaten und beginnt gegen Ende des Winters oder Beginn des Frühjahrs. Jeder Zyklus dauert durchschnittlich 21 Tage; in der heißen Jahreszeit kann sich der Zyklus jedoch auf 18 Tage verkürzen. Während des Zyklus unterscheidet man zwischen Östrus (der eigentlichen Rosse) und Diöstrus (der Zwischenrosse). Währenddessen ist die Stute 16 Tage lang unempfänglich (Diöstrus) und akzeptiert den Hengst dann für die letzten 5-7 Tage (Östrus). Dann ist sie rossig und ihre Eierstöcke werden aktiv, d.h. sie entwickeln 1 oder 2 Follikel und die Stute beginnt mit dem Eisprung.
Etwa 7 bis 12 Tage nach der Geburt beginnt die Fohlenrosse der Stute wieder. Viele Fohlen bekommen während der Fohlenrosse ihrer Mütter Durchfall, dies sollte im Auge behalten werden!
Einige Stuten zeigen keine Anzeichen einer Rosse, beispielsweise Pferde mit PPID (Pituitary Pars Intermedia Dysfunction, auch Equine Cushings Disease genannt) und ältere Stuten. In diesen Fällen können sich Zysten an den Eierstöcken entwickeln oder Entzündungen und Infektionen können zu extremen Beschwerden und Schmerzen führen. Bleibt die Stute beim Anziehen des Gurtes oder beim Berühren besonders empfindlich, empfiehlt es sich, sie von einem Tierarzt untersuchen und gegebenenfalls scannen zu lassen, um zu prüfen, ob es ernsthafte Probleme gibt.

Wallache

Manche Wallache reagieren besonders extrem auf rossige Stuten, auch wenn sie mit der Kastration ihre Hengstmanieren eigentlich abgelegt haben sollten. Sie können sich wie ein Hengst aufspielen und sogar versuchen, die Stute zu decken. Das erscheint harmlos, ist aber sicherlich nicht ohne Risiko.

Trächtigkeit

Die Trächtigkeitsdauer einer Stute beträgt etwa 11 Monate. Es wird empfohlen, 14 bis 18 Tage nach dem Deckakt oder der Befruchtung einen Ultraschall durchführen zu lassen. Dieser Scan ist entscheidend, um festzustellen, ob die Stute mit Zwillingen trächtig ist, da dies später in der Schwangerschaft unmöglich zu erkennen oder gegebenenfalls zu behandeln ist. Oftmals wird nach 35 Tagen ein zweiter Scan gemacht, da bei frühen Schwangerschaften etwa zu diesem Zeitpunkt oftmals Probleme auftreten können.
Zum Schluss noch einige Worte zur Geburt selbst: Eine Reihe von Pferdebesitzern entscheiden sich dafür, dass ihre Stute das Fohlen an einem anderen Ort als ihrem Zuhause zur Welt bringt. Es ist allgemein bekannt, dass an jedem Ort und in jedem Stall verschiedene Viren und Bakterien vorhanden sind, gegen die sich ein Tier auf natürliche Weise wehrt. Aus diesem Grund ist es nicht empfehlenswert, das Pferd kurz vor der Geburt noch in eine völlig andere Umgebung zu bringen, in welcher das Immunsystem gereizt wird. Außerdem kann der Transport immer Stress verursachen, was das Immunsystem ebenfalls schwächt. Gleiches gilt für zu große Gruppen neugieriger Besucher, wenn die Stute dies nicht gewohnt ist. Die Ruhe für Mutter und Fohlen ist das Wichtigste!
Leidet deine Stute unter Stimmungsschwankungen? Denkt dein Wallach, dass er ein Hengst ist? Probiere einmal eine Nahrungsergänzung mit den folgenden Inhaltsstoffen: Agnus Castus, Cimicifuga Racemosa, Alchemilla Vulgaris wie Puur Estro.


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