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Sommerekzem ... und wie man sein Pferd schützen kann

Dienstag, 08 Mai 2018

Für viele Pferdebesitzer beginnt mit der warmen Jahreszeit auch wieder das leidige Thema des Sommerekzems. Dies ist für betroffene Pferde und Ponys nicht nur unangenehm, sondern kann sich zu einer äußerst schmerzhaften Krankheit entwickeln.

... was ist das eigentlich?

Ausgelöst wird das Sommerekzem, welches zu den Hautkrankheiten zählt, meist durch Culicoides-Mücken (Gnitzen) oder Kriebelmücken (Simulium), aber auch Bremsen und andere Stechmücken können der Übeltäter sein. Die weiblichen, befruchteten Mücken stechen oder beißen das Pferd und legen ihre Eier unter der obersten Hautschicht, insbesondere in der Mähnen- und Schweifregion, ab. Die allergische Reaktion, die hierbei hervorgerufen wird, entsteht durch den Speichel der Mücken, welcher ein Eiweiß enthält, auf das sensibilisierte Pferde reagieren. Aktiv sind die Mücken in der Regel in den Monaten zwischen März und November, dies ist allerdings auch stark wetterabhängig. Sie lieben feuchte, windstille und waldreiche Gebiete, und sind dort vor allem bei Sonnenauf- und -untergang besonders aggressiv.

Ist ein Pferd oder Pony einmal vom Sommerekzem betroffen, wird es von einem starken Juckreiz geplagt. Dieser wird dabei so stark, dass er sogar schlimmer als Schmerz empfunden wird und das Pferd jede Gelegenheit nutzt, sich zu kratzen und zu scheuern, selbst wenn es sich dadurch verletzt. Durch die entstandenen Wunden und Scheuerstellen bilden sich neue Schwachstellen, an denen die Mücken Eier unter die Haut legen können. Außerdem lösen die Krusten einen erneuten Juckreiz aus, welche in einen Teufelskreis führen, bei dem das Pferd sich permanent kratzt und so alte Wunden nicht abheilen und neue entstehen.



... ist es heilbar?

Hat ein Pferd mit einer allergischen Reaktion auf den Biss der Mücke reagiert, bleibt es in Zukunft besonders anfällig für das Sommerekzem und ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass dieses jährlich zurückkehrt. Warum genau manche Pferde das Sommerekzem überhaupt bekommen und andere wesentlich unempfindlicher erscheinen, konnte noch nicht wissenschaftlich begründet werden. Allerdings scheint die Kombination von erblich bedingter Anlage, einem schwachen Immunsystem, der Fütterung und ein starker Anstieg der Mückenpopulation dazu beizutragen, dass einige Pferde eine Überempfindlichkeit entwickeln. Des Weiteren zeigt sich, dass Pferde und Ponys mit einer dunkleren Fellfarbe empfindlicher gegenüber dem Sommerekzem sind. Das Phänomen des Sommerekzems ist außerdem besonders bei den robusteren Rasse, wie beispielsweise Haflingern, Friesen, Isländern und Shetlandponys zu beobachten. 

... wie kann ich mein Pferd schützen?

Da Wissenschaftler bisher noch keine eindeutigen Erkenntnisse darüber gewinnen konnten, warum einige Pferde allergisch auf den Speichel der Stechmücken reagieren und andere Pferde wiederum wesentlich unempfindlicher sind, gibt es auch noch keine Heilungsmöglichkeiten. Man kann lediglich versuchen, sein Pferd davor zu schützen, dass es gebissen wird, und, falls es schon vom Sommerekzem befallen ist, den Juckreiz so gut wie möglich behandeln und für das Pferd erträglich machen. Den besten Schutz bietet dabei eine sogenannte Ekzemerdecke, wie beispielsweise die Ekzemerdecke Epplejeck Itch Free Full Neck oder die Ekzemerdecke Rambo Sweet Itch Hoody. Diese Decken sind aus sehr feinmaschigem Material, durch welches die Stechmücken nicht an die Haut des Pferdes gelangen können. Ekzemerdecken schützen nicht nur den Körper, wie eine gewöhnliche Decke, sondern haben zusätzlich auch ein Halsteil, welches bis zu den Ohren reicht, einen großen Bauchlatz, sowie einen extra breiten und langen Schweiflatz, der die Schweifrübe bedeckt. Gleichzeitig ist das verwendete Material besonders luftdurchlässig und atmungsaktiv, sodass die Pferde unter der Decke nicht schwitzen. Wenn es sehr heiß ist, kann die Decke das Verdampfen des Schweißes verzögern und das Pferd sich etwas feucht anfühlen. Dies erhöht allerdings nur den Komfort, da in Kombination mit der Luftdurchlässigkeit der Decke ein kühlender Effekt entsteht. Ein weiterer Vorteil ist der Schutz vor UV-Strahlen durch das Material der Decke, wodurch Verfärbungen des Fells und Verbrennungen verhindert werden. Sonnenempfindliche Pferde sind so geschützt und können dennoch ihre Zeit auf der Weide oder dem Paddock genießen.


Zusätzlich kann auch noch eine Fliegenmaske verwendet werden, wie die Fliegenmaske Bucas Buzz-Off Zebra und die Fliegenmaske Lemieux Full. Dies empfiehlt sich vor allem bei Pferden, deren Augen empfindlich auf Fliegen reagieren oder das helle Sonnenlicht nicht vertragen. Fliegenmasken schützen den Schopf und den Mähnenansatz, sodass auch dort Mücken keine Chance haben, zu beißen und ihre Eier abzulegen. Es gibt sie in verschiedenen Ausführungen, beispielsweise mit einem zusätzlichen Schutz für die Nüstern oder mit einer Aussparung für die Ohren.


       


... was bringen Zebrastreifen?

Ein relativ neuer Trend bei Fliegen- und Ekzemerdecken ist das schwarz-weiß gestreifte Zebramuster, so wie bei der Ekzemerdecke Bucas Sweet Itch Zebra. Schwedische und ungarische Biologen haben herausgefunden, warum Zebras ihre Streifen haben und wie diese sie vor Fliegen und Stechmücken schützen. Das Geheimnis liegt in der Art und Weise, wie Sonnenstrahlen reflektiert werden. Fliegen und Stechmücken sind dadurch desorientiert und etwa 70% der Insekten landen gar nicht erst auf dem Pferd. Da unsere heimischen Pferde und Ponys leider keine Streifen haben, um sich zu schützen, muss der Mensch nachhelfen und wurden deshalb Fliegendecken mit Zebramuster entwickelt.



In unserem Onlineshop findest du eine Auswahl verschiedener Fliegendecken, Ekzemdecken und Fliegenmasken, mit denen du dein Pferd vor Fliegen, Mücken und anderen Insekten schützen kannst. Schau dich dort doch einfach mal um!

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